Informationen zu Selbsttests und Antigen-Schnelltests

von Bildungsdirektion für Tirol
11. Januar 2021

An den Tiroler Schulen wird die Sicherheit groß geschrieben. Deshalb wird das Testangebot an den Schulen wird ausgeweitet: Bereits seit November kommen bei Auftreten eines Covid-Verdachtsfalls mobile Ärzteteams an die Schulen, um Antigen-Schnelltests durchzuführen. Ab Ende Januar werden zusätzlich flächendeckende Selbsttests für alle Schülerinnen und Schüler angeboten.

Informationen zu den Selbsttests:

Diese Tests richten sich an alle Schülerinnen und Schüler, die eine österreichische Schule besuchen. Durch ein neuartiges Testverfahren werden die Teststäbchen nur noch 2 cm in die Nase geführt. Der Test ist somit unkompliziert zu handhaben. Das Ergebnis liegt in 15 Minuten vor. Die Teilnahme an den Selbsttests ist freiwillig.

Weitere Informationen zu den Selbsttests, Informationsblätter sowie ein Erklärvideo erhalten Sie auf der Webseite des Bildungsministeriums: bmbwf.gv.at/selbsttest

Informationen zu den Antigen-Schnelltests bei Verdachtsfällen:

Diese Tests richten sich ausschließlich an Personen, bei denen klar definierte Symptome auftreten und die sich an der Schule befinden (Schülerinnen und Schüler sowie Schulpersonal). In ganz Tirol sind mobile Ärzteteams im Einsatz, die bei Bedarf direkt an die Schule kommen und einen Schnelltest durchführen. Für Schülerinnen und Schüler muss dafür das Einverständnis der Erziehungsberechtigten vorliegen. Jugendliche über 14 Jahren können selbst unterschreiben.

Vorteile von Antigen-Schnelltests

Das herkömmliche Verfahren der Abklärung eines Verdachtsfalls über die Gesundheitsbehörden kann einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Zwischen dem Auftreten des Verdachts, der Abklärung durch die Gesundheitsbehörde, einer Testung an einer Screeningstraße und dem Einlangen des Ergebnisses eines PCR-Tests vergeht häufig viel Zeit, in der alle Beteiligten in Unsicherheit bleiben.

Bei den Antigen-Schnelltests liegt hingegen schon innerhalb von 15-30 Minuten nach der Testung ein Ergebnis vor. So wird am Schulstandort rasch Klarheit geschaffen, ob sich ein Verdachtsfall ausschließen lässt und ob in weiterer Folge beispielsweise Mitschülerinnen und Mitschüler oder Lehrpersonen als Kontaktpersonen eingestuft werden müssen. Der Unterricht am Standort lässt sich auf diese Weise so reibungslos wie möglich durchführen. Das soll auch eine Entlastung für die Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten darstellen, da das Warten auf einen Test sowie auf das Ergebnis oft mit Isolation oder sogar einer Quarantäne verbunden ist. Dies ist mit einem negativen Schnelltestergebnis nicht notwendig. Im Falle eines positiven Testergebnisses würde dieses an die Gesundheitsbehörde weitergemeldet, die dann die weiteren gesetzlich vorgesehenen Schritte setzen würde (u.a. Quarantäneentscheidung, Erhebung der Kontaktpersonen).

Durchführung der Schnelltests

Aktuell wird dieser Test mittels eines Nasen-Rachen-Abstrichs durchgeführt. Derzeit kommt der Antigen-Test der Firma Abbott Panbio Rapid zur Anwendung. Dabei wird ein Teststäbchen über die Nase an den oberen Rachenraum geführt, wodurch die Probe entnommen wird. Die Erfahrung von Kinderärzten hat gezeigt, dass dieses Testverfahren für Kinder einfacher ist, als ein Rachenabstrich durch den Mund und dieses durchaus nicht unangenehmer empfunden wird. Selbstverständlich gehen die Schulärzte dabei behutsam vor. Getestet werden können ausschließlich Schülerinnen und Schüler mit Krankheitssymptomen an der Schule, hingegen keine bloßen Kontaktpersonen, die keine Symptome aufweisen.

Kein Antigen-Schnelltest ohne Zustimmung

Die Einwilligung zu einer möglichen Testung mittels eines Antigen-Schnelltests ist freiwillig. Nur wenn das Einverständnisses der Erziehungsberechtigten (bzw. über 14 Jahren der Schülerinnen und Schüler selbst) vorliegt, können die Schulen ein mobiles Testteam anfordern, das anschließend einen Antigen-Schnelltest durchführt. Entsprechende Einverständniserklärungen wurden von den Schulen ausgegeben. Testungen können auch nur an Kindern bzw. Jugendlichen mit klar definierten Krankheitssymptomen durchgeführt werden, nachdem die Erziehungsberechtigten von der Schule telefonisch kontaktiert wurden. Die mobilen Testteams bestehen aus einem Schularzt bzw. einer Schulärztin und einer unterstützenden Mitarbeiterin bzw. einem unterstützenden Mitarbeiter.

Weitere Informationen

Das Bildungsministerium hat eine Informationsseite eingerichtet, auf der Eltern und Erziehungsberechtigte, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen weiterführende Informationen erhalten. Die Seite kann unter diesem Link aufgerufen werden: 

https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/beratung/corona/agst.html