Induktionsphase und Mentoring

Alle ab 01.09.2019 erstmals in den Schuldienst eintretenden Lehrpersonen haben als berufsbegleitende Einführung in das Lehramt die Induktionsphase zu durchlaufen. Die Induktionsphase beginnt mit dem Dienstantritt und endet nach zwölf Monaten. Hat das Dienstverhältnis der Landesvertragslehrperson wegen einer befristeten Verwendung vor Ablauf dieses Zeitraums geendet, wird die Induktionsphase bei neuerlicher Begründung eines Dienstverhältnisses als Landesvertragslehrperson fortgesetzt.

Bei Lehrpersonen in der Induktionsphase ist durch die Schulleitung eine Mentorin/ein Mentor zur Seite zu stellen. Ihre Aufgabe ist es, den Unterricht zu beobachten und in weiterer Folge ein Entwicklungsprofil der Vertragslehrperson zu erstellen. Am Ende der Induktionsphase hat der Mentor/die Mentorin ein Gutachten über den Verwendungserfolg zu erstellen. Die Vertragslehrpersonen haben mit den Mentor/innen zusammenzuarbeiten und ihre Tätigkeit den Vorgaben entsprechend auszurichten.

Welche Lehrpersonen betrifft dies konkret?

  • Alle Lehrpersonen, die ein Lehramtsstudium (auf zumindest Bachelorniveau) abgeschlossen haben und erstmalig in den öffentlichen Schuldienst eintreten
  • Ausnahme: Lehrpersonen, die bereits das Unterrichtspraktikum absolviert haben

Aufgaben der Vertragslehrperson in der Induktionsphase

  • Unterrichtserteilung entsprechend dem Beschäftigungsausmaß
  • Beobachtung des Unterrichts anderer Lehrpersonen
  • Besuch der Induktionslehrveranstaltungen an der PH (drei Pflicht- und drei Wahlveranstaltungen im Ausmaß von 24 Unterrichtseinheiten)


Ausbildungsphase

Lehramtsstudierende, die beim erstmaligen Eintritt in den Schuldienst das Bachelor– oder Diplomstudium noch nicht abgeschlossen haben, starten ihr Dienstverhältnis nicht in der Induktions-, sondern in der Ausbildungsphase. Auch nach Abschluss des Studiums bzw. bei späterem Wiederantritt ist keine Induktionsphase mehr zu absolvieren.

Anstelle der Induktionsphase haben Studierende in der Ausbildungsphase an der Pädagogischen Hochschule eine sogenannte „Einführungswoche“ zu absolvieren, welche bezüglich Ausmaß und Inhalt vergleichbar ist mit den im Rahmen der Induktionsphase zu besuchenden Lehrveranstaltungen.

Pädagogische Hochschule Tirol

Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie unter:

https://ph-tirol.ac.at/node/1022

Kirchliche Pädagogische Hochschule Edith Stein:

https://www.kph-es.at/fort-und-weiterbildung/induktionsphase

 

Aufgaben der Schulleitung

Schulleiter/innen haben der Personalstelle schriftlich bis spätestens zwei Monate vor Ablauf der Induktionsphase über den Verwendungserfolg zu berichten (basierend auf dem Ergebnis des Gutachtens sowie eigener Wahrnehmungen).

Der Verwendungserfolg kann

      1. durch besondere Leistungen erheblich überschritten

      2. aufgewiesen

      3. nicht aufgewiesen werden.

 

Mentorinnen und Mentoren:

Die Zuweisung einer Mentorin/eines Mentors erfolgt durch die Personalstelle. Wenn eine Mentorin/ ein Mentor mehr als einen Monat abwesend ist, kann die Personalstelle vorübergehend eine andere Mentorin/einen anderen Mentor zuweisen. Mentorinnen und Mentoren werden an den Pädagogischen Hochschulen ausgebildet (Hochschullehrgang „Mentoring, Berufseinstieg professionell begleiten“ im Umfang von mindestens 60 ECTS).

 

Lehrgänge Pädagogische Hochschule Tirol:

https://ph-tirol.ac.at/node/518

Hochschullehrgänge Kirchliche Pädagogische Hochschule Edith Stein:

https://bildung-tirol.gv.at/jobs-karriere/pflichtschulen/induktionsphase-und-mentoring

 

 

Aufgaben der Mentorin/des Mentors:

  • Beratung bei der Planung und Gestaltung des Unterrichts
  • Analyse und Reflexion der Unterrichtstätigkeit
  • Anleitung und Unterstützung
  • Beobachtung des Unterrichts im erforderlichen Ausmaß
  • Erstellung eines Entwicklungsprofils

Hauptaugenmerk der Begleitung wird dabei auf der Orientierungshilfe, der Führung und Beratung liegen, um einen bestmöglichen und gelingenden Berufseinstieg zu unterstützen.

Diese Begleitung ist für einen Zeitraum von zwölf Monaten vorgesehen und soll im Standardfall ein volles Unterrichtsjahr umfassen, um einen vollen „Schuljahreszyklus“ gemeinsam durchlaufen zu können. Mit dem berufsbegleitenden Einstieg in das Lehramt ist der Unterricht der Landesvertragslehrperson in der Induktionsphase im erforderlichen Ausmaß zu beobachten und die Wahrnehmungen und Entwicklungsschritte in einem Entwicklungsprofil festzuhalten. Je nach konkreter geographischer, fachlicher und persönlicher Situation sowie Beschäftigungssituation wird sich die Intensität des Begleitungsaufwandes stark an den Gegebenheiten des Einzelfalles orientieren. Verpflichtend ist jedenfalls ein Erstgespräch zu führen und entsprechend zu dokumentieren. Einzelfallabhängig sind nach Ihrer pädagogischen Erfahrung die notwendigen Folgegespräche vorzunehmen, um letztendlich eine Stärken- und Schwächeneinschätzung und ein Gutachten erstellen zu können. Dies verbunden mit einer nachfolgenden Prognoseentscheidung für die weitere Lehrverwendung durch die Schulleitung. Ebenfalls verpflichtend ist mit einem Abschlussgespräch die Betreuung zu beenden. Sie sollen eine begleitende, beratende und erfahrene Stütze bei der Einführung in den Lehrberuf sein.

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